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……….D O R F M A R K…….

Back to the roots……

….zu den Wurzeln meiner Kindheit

(von Dieter Voß)

 

60.igster Geburtstag! Da sollte man doch auch etwas ganz Besonderes unternehmen.

Vielleicht eine Kreuzfahrt? Ein langes Wochenende in Rom, Barcelona, London oder Paris?

Musicalbesuch in Hamburg oder Berlin? Nichts von alledem!......

Auf dem stillen Örtchen (!)  kam mir diiiieee Idee zu etwas ganz Besonderem:

„Strandfest in Dorfmark“

3 Tage feiern und Leute kennen lernen, dort, wo ich die ersten 4 Jahre meines Lebens verbracht hatte. Danach in den 60-igern und zuletzt 1977 Besuche bei Onkel und Tante , aber nie aber konnte ich das Strandfest mitfeiern. Zu klein, zu jung, falsche Reisezeit…..jetzt sollte es so weit sein.

Dorfmark, was weiß man fern in Köln schon über Dorfmark? Hat von der A7 eine eigene Autobahnabfahrt auf dem Wege nach Hamburg oder Berlin und liegt im Herzen der Lüneburger Heide.

Wikipedia sagt : Die Ortschaft Dorfmark ist heute Ortsteil von Bad Fallingbostel im Landkreis Soltau-Fallingbostel in Niedersachsen. Dorfmark bildet mit 3.469 Einwohnern über 22% der Gesamteinwohnerschaft, sowie mit einer Fläche von 15,48 km² insgesamt 24% des Stadtgebietes der Stadt Bad Fallingbostel. Die Böhme fließt durch Dorfmark und mündet zwischen Hodenhagen und Rethem in die Aller. ........Na toll, das ist alles?

Ich konnte mich überzeugen, dass Dorfmark eines der wohl schönsten Ortsbilder der ganzen Bundesrepublik vorweist. So viele makellose interessante alte Häuschen und Bauerhöfe sieht man sonst allenfalls im Museum. Gepflegte Gärten, saubere Straßen und Plätze, einen riesigen verwunschenen Bürgerpark mit einer Vielzahl von Pflanzen, Mosen, Biotopen und Bächlein. Dazu findet man in diesem Dörflein nicht weniger als 40 Teiche! Der Dorfbrunnen in der Mitte des Ortes läd zum Verweilen ein. Die bronzene Brunnenskulptur der "Grefel Dorjen" , die ein von vielen originellen Eigenheiten geprägtes Leben führte, steht stellvertretend für die Lebensart der Heidjer.

Ein weiteres Schmuckstück ist die evangelische St. Martins-Kirche aus dem Jahr 1708 mit ihren 3 Kostbarkeiten: Dem Altar von 1470, der in dieser Pracht gut und gerne auch im Kölner Dom stehen könnte, einem riesigen Leuchter von 1465 und das Taufbecken von 1465, in dem ich meinen kirchliche „Döpe“ erhielt, mit der Inschrift: "Keen Minsche hier up Erden kann ohne Döpe seelig werden, de Döpe den Minschen also verklaret, dat he to Gode upfahret.".

 

Einfach malerisch aber auch der alte Bahnhof, wo die Zeit wahrlich stehen geblieben zu sein scheint, der alte Friedhof, die Bommühle

und last but not least mein Geburtshaus in der Hauptstraße 37.

 

Besser als mit Worten lässt sich dies alles mit Bildern beschreiben, drum empfehle ich den folgenden Link anzuklicken:

http://dietervoss.magix.net

Und ich möchte all die netten Menschen, die wir kennen lernen durften und die uns bei unserer kurzfristigen Entscheidung behilflich waren, nicht vergessen. Allen voran Frau Wrobel vom Verkehrsverein, die uns eine Unterkunft im Gasthof „Zum Böhmegrund“ –bei den Dorfmarkern auch Gasthaus an der Themse genannt- verschafft und uns mit vielen Informationen versorgt hat. Ihren Chef Richard Nessel mit seiner lieben Frau (die zufällig aus Köln stammt J ) lernten wir Samstag Abend auf dem Zeltplatz kennen und nach einem sehr interessanten und netten Gespräch lud er uns für Sonntag anlässlich der Wasserorgelvorführung, Feuerwerk etc. auf die VIP-Plätze ein. Das kam mir als leidenschaftlichem Fotograf natürlich gelegen und wir fühlten uns sehr geehrt.

Das sich die beiden Brüder Müller vom Café Müller nicht mehr an mich erinnerten, war zu befürchten. Denn wir hatten uns wirklich nur in den ersten 4 Jahren unseres Lebens kennengelernt und gemeinsam mit Förmchen und Schaufel im Sand gespielt. Dafür war ihnen meine Cousine Renate, die bis in die 80-iger Jahre in Dorfmark lebte, noch umso präsenter.

Viele andere, Dorfmarker und Touristen, haben wir noch in diesen 3 Tagen gesprochen, vieles bleibt aber auch noch zu erforschen.

Überhaupt…..diese 3 Tage! Das Strandfest ist ja nicht nur das größte Volksfest in der Heide,das Fest ist ja fast wie Karneval im Sommer. Schon Freitag Abend ging es los: Im Zelt wurde abgerockt mit den Heiderebellen, die Schlager , Stimmungshits und Rocksongs der vergangenen Jahrzehnte bis hin zur Gegenwart sowie natürlich Songs aus den aktuellen Charts spielten. Dazu eine riesige Cocktailbar, eine Bar für Mixgetränke aus aller Welt und mehrere Bierzapfstellen sorgten dafür, dass man nie lange für Getränke anstehen musste. Ein gelungener Einstieg.

Am nächsten Tag unternahmen wir vormittags noch einen Ausflug zum Hermann-Löns Grab und konnten so ein wenig die Heide genießen.

 

Zurück in Dorfmark ging es ins Deutsche Haus, die wohl bekannteste Lokalität. Den leckeren Heidschnuckenbraten können wir wirklich besonders empfehlen. Das dann nachmittags das Fischerstechen nach 2 Kampfrunden buchstäblich ins Wasser fiel, da es wie aus Eimern schüttete, war sehr schade, tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Denn Abends war alles wieder in Ordnung und es gab wiederum klasse Musik mit der Gruppe „Nightfever“, die Oldies von den 60-igern,70-iger und 80-iger Jahren spielten und das Publikum begeisterten.

Das Highlight aber war der Sonntag!

Um 11:oo Uhr begann im ganzen Dorf ein Frühschoppen mit Bierständen an verschiedenen Stellen und wiederum Livemusik, diesmal gespielt von den Space Cowboys vor dem Kaufhaus Rank. Es hat viel Spaß gemacht, die Straße auf und ab zu flanieren und mal ein Bierchen, mal ein Dörpmark Fun und dann vielleicht ein Alsterwasser zu trinken und sich immer wieder mit netten Leuten nicht nur aus Dorfmark sondern u.a. auch aus Dortmund, Visselhövede, Leipzig oder Bomlitz zu unterhalten.

Und dann kam der Zug…..wenn ich jetzt darauf eingehen würde welche Gruppen, welche Highlights, welche Musiker etc. teilgenommen haben….ich hätte wahrlich noch sehr viel zu tun.49 Programmpunkte zogen in mehr als 1 Stunde an uns vorbei. Die Stimmung war phantastisch. Karneval im Sommer! Als dann auch noch ein Kölle Alaaf von einem Wagen erschall und anschließend Viva Colonia gespielt wurde, da war´s um mich geschehen. Und dass nicht nur wir sondern auch etliche Leute neben und um uns herum den Text mitsangen, das hat mich wirklich zutiefst berührt. Es war einfach Spitzenklasse. Pünktlich zum letzten Wagen setzte dann Regen ein und wir verbrachten noch eine schöne Zeit im Café Müller bei einem Kännchen Kaffee und einem Stück Torte für 3,90 Euro. Das sind noch Preise! Dann noch ein Bierchen und ein lecker Likörchen, bevor es zurück zum Böhmegrund ging um noch schnell 1 Stunde zu entspannen.

Denn wir wollten ja pünktlich auf dem Festplatz sein um dann dort auch –wie versprochen- von den Eheleuten Nessel empfangen zu werden und einen wunderschönen Platz in erster Reihe zu erhalten. Schön, dass wir da noch ein paar Altdorfmarker kennenlernen konnten, wovon einer gar noch meine seit Jahrzehnten verstorbene Oma Gleske kannte.

Ab 20:30 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag: Der Moderator Matthias Lutz führte mit Witz und Charme durch ein Programm wie es sicher seinesgleichen in vielen Großstädten sucht. Ob die "Steinis" mit ihren Trapeznummern, der aus dem Rundfunk wohl jedem bekannte Kabarettist "Edno Bommel", ob die Künstlergruppe des Jahres 2009 „LaMetta“ mit ihren faszinierenden lebenden Statuen oder die Tanz- und Musikgruppen….jeder auf seine Art nahm das Publikum in seinen Bann, das mit La Ola Wellen die Künstler feierte.

Höhepunkte waren jedoch die zwischen den einzelnen Nummern immer wieder vorgeführten Spiele der Wasserorgel zu fetziger Hardrockmusik von u.a  Aerosmith, Green Day oder auch den Scorpions. Der Sound der Musik war dank einer 20.000,--Euro Anlage traumhaft klar und gut, die Fontänen der Wasserorgel, die von 25 Feuerwehrsleuten über 1000 Meter Schläuchen betrieben wird, einfach verzaubernd. Wer glaubt, dass sich die Wasserorgel per Knopfdruck oder per PC bedienen lässt, täuscht sich gewaltig. In tagelanger Arbeit wird sie vom Wasserorgel-Team installiert und auch beim Ablauf des Programms per Hand mit viel Fingerspitzengefühl und Musikverständnis bedient. Eine wahre Sensation.

Doch schaut euch einfach einmal das Video unter You Tube an :

       http://www.youtube.com/user/clown49#play/uploads/3/yP_4K-tmipY 

Es ist nicht zu beschreiben und selbst das Video lässt den Zauber nur vermuten.

Auch Las Vegas hat tolle Wasserspiele, sicher größer und höher…aber weder farbig noch mit Feuerwerk unterlegt ! Und zum Abschluss gab es dann noch ein ca. halbstündiges tolles Feuerwerk (extra zu meinem 60.Geburtstag –habe ich mir eingebildet- J ).

Ich war ergriffen und es steht fest: Zum 75. Strandfest 2010 sind wir wieder da.

Do simmer dabei!

© by Dieter Voß

  Fotos vom Ort Dorfmark Lüneburger Heide Umzug Festplatz und Wasserorgel

 

Bericht in der Walsroder Zeitung vom 02.01.2010

 

D elightful
I ndustrious
E nergetic
T houghtful
E nthusiastic
R omantic
 


V ivacious
O bliging
S mooth
S plendid
 


A Happy Birthday and many happy returns of the day!
Renate
 

Re: Thank you very much, dear Renate!

 

 

 

 

"Man kann alle Leute einige Zeit und 

einige Leute alle Zeit, aber nicht alle 

Leute alle Zeit zum Narren halten."

(Abraham Lincoln)

 

 

 

                                   

 
Meine Prinzessin

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Unser Sohn Marcel

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Unser Filius Carsten

 

 

 

 

 

 

 

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© by clown    Update 22. Februar 2009